Jan Costin Wagner: Tage des letzten Schnees

20. Januar 2014 | Von | Kategorie: Lesetipps

wagner„Die besten Skandinavienkrimis schreibt ein Hesse“, so Hauptsache Kultur des hrFernsehens. Gemeint ist Jan Costin Wagner, dessen neuer Kimmo-Joentaa-Roman „Tage des letzten Schnees“ gerade erschienen ist.

Die Geschichte beginnt in Turku, wo gerade der letzte Schnee fällt.Kimmo Joentaa wird gleich zwei Mal gerufen: an einen Unfallort, an dem eine Elfjährige durch einen Unbekannten ums Leben gekommen ist, und an einen Tatort, an dem zwei unbekannte Tote auf einer Parkbank liegen, als würden sie schlafen. Für den Vater des bei dem Unfall verstorbenen Mädchens wird Kimmo Joentaa zum Begleiter in der Trauer, während er gleichzeitig daran arbeitet, die Unfallflucht und den Doppelmord aufzuklären. Die Ermittlung führt Joentaa in ein fatales Beziehungsgeflecht, das Menschen, die ursprünglich nichts verband, schicksalhaft zusammengeführt hat: einen Architekten, der den festen Glauben an die Symmetrie des Lebens verliert, einen Schüler, der unauf haltsam auf einen Amoklauf zusteuert, eine junge Frau, die versucht, der Armut zu entkommen, und einen Investmentbanker, der sich im Dickicht seines Doppellebens verliert. Als Kimmo Joentaa die Linien, die diese Menschen verbinden, schließlich zu erkennen beginnt, ist es fast zu spät. Und erst dann begreift er, dass seine große Aufgabe nicht die Suche nach einem Doppelmörder ist, sondern eine, die ihm noch bevorsteht …

Jan Costin Wagner, der mit einer Finnin verheiratet ist, lebt heute als freier Schriftsteller und Musiker in der Nähe von Frankfurt. Finnland, der Schauplatz der Romane um den jungen Ermittler Kimmo Joentaa, ist seine zweite Heimat.

Jan Costin Wagner: Tage des letzten Schnees, Verlag Galiani Berlin 314 Seiten, € 19,99 ISBN 978-3-86971-017-4

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