Tove Jansson: Die Zuhörerin | Erzählungen

21. Oktober 2017 | Von | Kategorie: Aktuell

Gerade ist im Verlag Urachhaus Die Zuhörerin von Tove Jansson auf Deutsch erschienen:

Auf wie vielen Ohren sind wir eigentlich taub, wenn wir uns dem Sog des Alltags hingeben? Tove Janssons Figuren sind jedenfalls gesegnet mit gespitzten Ohren und messerscharfer Beobachtungsgabe. Die finnisch-schwedische Autorin erfrischt bereits in diesen frühen literarischen Meisterwerken mit ihrem unverwechselbaren Blick und klaren Stil.

Tove Jansson erzählt von Menschen, die so gut zuhören, dass man sich als Sprechender selber besser versteht, von Menschen, denen auch das Leiseste nicht entgeht, und von anderen, die plötzlich nach innen lauschen. Seismografisch fangen ihre Figuren leiseste Schwingungen zwischenmenschlicher Beziehungen oder unterschiedlichster Stimmungen der Einsamkeit auf und beschenken den Leser dadurch mit Wahrnehmungen und vielleicht sogar Wahrnehmungsorganen, die ihm im Alltag abhanden gekommen sind. Man könnte aber auch sagen: Wenn Tove Jansson erzählt bzw. ihre Figuren erzählen lässt, dann möchten wir ganz Ohr sein – denn das kann sich hören lassen. (Urachhaus)

Tove Jansson (1914–2001) wuchs in einem Künstlerhaushalt in Helsinki als ältestes Kind des Bildhauers Viktor Jansson und der schwedischen Illustratorin Signe Hammarsten Jansson auf. Dass Tove Künstlerin werden würde, stand vom Tag ihrer Geburt an außer Frage, und schon als Kind begann sie zu schreiben und zu malen. Mit 16 Jahren begann sie ihre Ausbildung als bildende Künstlerin in Stockholm, Helsinki und Paris. Neben ihren Mumin-Büchern, durch die sie internationalen Ruhm erlangte, verfasste sie zahlreiche Romane und Erzählungen für Erwachsene.
Die meisten der deutschen Übersetzungen wurden hier auf DFGliest vorgestellt.

ISBN-13: 978-3-8251-5116-4, Gebunden, Seiten: 157, Verlag: Urachhaus, Original Titel: Lyssnerskan, aus dem Finnland-Schwedischen von Birgitta Kicherer

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